Akupunktur

Die Akupunktur (aus dem lateinischen acus= Nadel, punctio= stechen) ist eine Behandlungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) bei der durch die Stimulation von bestimmten Punkten auf definierten Leitbahnen des Körpers eine therapeutische Wirkung erzielt wird. Diese Methode zur Aktivierung der natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers wurde von den Chinesen bereits 3000 Jahre vor Christus praktiziert und hat sich bis heute bewährt.

Die TCM geht davon aus, dass die Lebensenergie QI innerhalb des Körpers auf einem Netzwerk aus 12 Hauptmeridianen (organbezogen) und 8 zusätzlichen Meridianen fließt. Im Zustand völliger Gesundheit herrscht ein Gleichgewicht aus YIN und YANG, den beiden gegensätzlichen Energien, die überall in der Natur zu finden sind (wie schwarz und weiß, warm und kalt, Tag und Nacht, etc. …).
Störungen in diesem Energiefluss führen zu körperlichen und seelischen Symptomen und auf Dauer zu Krankheit.
Durch die Stimulation bestimmter, auf den Meridianen lokalisierter Akupunktur-Punkte, mittels Nadeln, Laser oder Moxibustion (Wärme) wird der Qi-Fluss reguliert und das Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt.

Bei der Akupunktur werden nicht die Symptome der Krankheit behandelt (wie oftmals in der Schulmedizin) vielmehr liegt der Focus auf der Behandlung der Krankeitsursache! Durch das komplexe Meridian-System wird deutlich, weshalb oft auch entfernte Punkte im Körper zu bestimmten Symptomen führen können und zur Therapie genutzt werden können. Hier ist es wichtig eine umfassende Diagnostik durchzuführen um die korrekte Ursache der Erkrankung zu definieren. Mit diesen Erkenntnissen kann ein spezifischer Therapieplan erstellt werden. Durch die Verwendung von speziellen, sehr dünnen, Akupunktur-Nadeln ist die Behandlung meist nicht schmerzhaft und wird von vielen Pferden sehr gut toleriert. Bei empfindlichen Körperstellen oder sehr nadelscheuen Patienten kann mittels Laser-Akupunktur eine vergleichbare Wirkung erzielt werden.

Ablauf einer Behandlung:

Um eine korrekte TCM-Diagnose zu erstellen, ist es wichtig zunächst einen gründlichen Vorbericht zu erfragen. Krankheitsverlauf und Dauer, Symptome, Verbesserung/Verschlechterung durch z.B. klimatische Veränderungen (Wärme/Kälte) oder Druck etc. werden erfragt. Auch die allgemeine Konstitution des Patienten hat hier eine wichtige Bedeutung, denn jedes Individuum kann, genau wie die Organe des Körpers, in die 5 Elemente

 (Wasser, Holz, Feuer, Erde, Metall) eingeteilt werden. Abhängig von der persönlichen Konstitution sind oft auch die Organe des jeweiligen Elements bevorzugt von Erkrankungen betroffen. Anschließend helfen bestimmte Alarmpunkte der Organe und Meridiane sowie empfindliche Indikator-Punkte dem Therapeuten zur Diagnose der Krankheitsursache zu gelangen. Die Behandlung erfolgt in der Regel über eine kleine Auswahl bestimmter, aufeinander abgestimmter Akupunktur-Punkte. Hier gilt der Grundsatz „weniger ist mehr“, denn es werden meist nur 4-6 Nadeln gesetzt. Die Aktivierung zu vieler Akupunktur-Punkte bewegt zu viel Energie und führt eher zu Überanstrengung des Energie-Systems im Körper als zur Verbesserung! Durch das Platzieren der Nadeln an den spezifischen Punkten werden biochemische und physiologische Reaktionen im Körper ausgelöst, beispielsweise eine Freisetzung von Neurotransmittern und Endorphinen, welche letztlich den Energiefluss verbessern und die Symptome lindern. Die natürliche Selbstheilungsfähigkeit des Körpers kann sich dadurch wieder entfalten und die Erkrankung ausheilen.

 

Die Akupunktur hat ich auch bei Pferden vielfältig bewährt und wird gerne als Alternative zu medikamentösen Therapien angewendet. Oft kommt die Akupunktur zum Einsatz um Nebenwirkungen und Karenzzeiten von Medikamenten zu vermeiden. Auch in Kombination mit chiropraktischen Behandlungen hat sich die Akupunktur als effiziente Therapiemethode von biomechanischen Störungen vielfach bewährt.
In der Regel erstreckt sich die Therapie, abhängig vom Krankheitsbild, über mehrere Akupunktur-Sitzungen. Bei jeder Sitzung wird anhand der diagnostischen Punkte ein neuer Therapieplan erstellt um den Energiefluss des Körpers umfassend zu optimieren. Auch „vorbeugende“ Akupunktur-Behandlungen sind durchaus sinnvoll, denn es lassen sich oft auch vor dem Eintreten von Krankheitssymptomen schon Störungen im Meridiansystem finden. Wenn diese behoben werden, bevor Symptome entstehen, kann die Gesundheit des Körpers auf sanfte Weise erhalten werden!

Die Akupunktur gilt, unter der Voraussetzung, dass sie von einem erfahrenen Therapeuten durchgeführt wird, als eine der sichersten Behandlungsmethoden! Die Ausbildung zum Therapeuten ist sehr umfassend und erfordert ein solides medizinisches Grundwissen. Daher werden vom anerkanntesten tierärztlichen Akupunktur-Verband, der International Veterinary Acupuncture Society (IVAS) nur Tierärzte für die Ausbildung zugelassen.

 

 

 

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